Es ist der Strich. Er geht mir gegen. Das stört. Mich. So viel weiß ich. Wehren will ich. Den Anfängen, die es nicht gibt. Lange war es still. Starr, wie Eis. Aber nun, zögerlich beginne ich zu nutzen, was rostig geworden ist. Meine einzige Waffe, die zu nutzen, eine kleine Chance mir gewährt.
Ganz offen will ich sein. Ich leide. Die Einzige bin ich nicht. Dessen bin ich mir gewiss. Die Welt zieht mir an den Gliedern mit ihrer Krankheit, die an ihr nagt. Ich habe keine Komplettlösung und auch keine Cheats. Kein unendliches Leben. Kein God-Modus. Und keine ewige Macht.
Aber worum es mir geht, ist weiter zu denken. Weiter als bis zu den Grenzen, die ich kenne.
Wir sind blind, taub und stumm. Glauben wir. Und doch wissen wir mehr, als wir denken. Weil Wissen gefühlt sein kann, weil Wissen nicht das ist, was wir in der Schule, Universität, sonstwo lernen. Wissen ergibt sich nur in unserer Erfahrung. Alles Andere, wirklich alles Andere ist Glaube.
Solange ich es nicht mit eigner Haut erfahren kann, mit eignen Augen, Ohren oder anderen ausgeprägten Sinnen, ist es kein Wissen. Lassen Sie, lasst Euch nichts von niemanden erzählen. Auch nicht von mir. Ihr könnt denken. Auch wenn es schwer ist und ungewohnt. Weil keiner will, dass die Masse nachdenkt. Ihr könnt denken.
Wie uns die Ereignisse der letzten Jahre zeigen, bauen die Menschen gerne Luftschlösser, ob kleine im Privatleben, ob große in den Banken dieser Welt. Es scheint, dass wir uns gerne mit den Dingen beschäftigen, die nicht vorhanden sind. Sogar auf ihnen Scheinexistenzen und -sicherheiten aufbauen.
Träume sind gut, Illusion ist Blindheit, Blendung. Der Unterschied ist schmal.
Wahrscheinlich erzähle ich nichts Unbekanntes und garantiert nichts Neues. Aber irgendwie muss ich anfangen, weiterzugehen, mein “Gefängnis” hinter mir zu lassen.
Gegen Egoismus ist nichts einzuwenden, wenn das Denken weit genug geht. Leider ist dies bei einem Minimum in der Menschheit der Fall. Ich hoffe jeden Tag darauf, dass ich mich mit dieser Annahme irre. Aber bisher gab es wenige Lichtblicke für eine Bestätigung.
Angemerkt sei, dass selbstständiges Denken nirgendwo gelehrt wird. Im Gegenteil, es wird unterdrückt, spätestens von der ersten Klasse an.
Wie lange wird es dauern, bis die Welt übersäht ist von konsumgesteuerten Hüllen?
Dagegen werde ich leuchten. So lange und so gut ich kann. Werde versuchen mich selbst zu besiegen, meine Opferrolle abzulegen. Es wird nicht einfach werden. Aber das ist kein Grund, es nicht zu versuchen. Jeden Tag aufs Neue.
Stecknadel